Männer, die auf Ziegen starren
Wie können Love & Peace helfen, einen Krieg zu ge-winnen? Ist doch klar! In dem die US Army ihre Solda-ten in Fähigkeiten wie Gedankenlesen, Durch Wände Gehen und dem Töten durch Blicke schult.
Man muß die Erwartungen an einen George-Clooney-Film vorher auf Eis legen: Männer, die auf Ziegen starren ist weder eine elegante Komödie mit George Clooney noch eine tief schürfende Genreübung von George Clooney. Anschließend kann man dann in diesen schwitzigen Männerpool von lauter herrlich bekloppten Tröpfen hineinspringen und sich betören lassen von der Fähigkeit der Schauspieler, sich nicht gegenseitig totzulachen. Und selbst das wäre ja durchaus noch im Rahmen dieser denkwürdigen Spielhandlung geblieben!
Männer, die auf Ziegen starren ist eine vage Adaption des gleichnamigen Sachbuchs des britischen Journalisten Jon Ronson: Das Kinoregiedebüt des Drehbuchschreibers und Produzenten (und Clooneykumpanen) Grant Heslov nimmt die ulkigsten Episoden aus dem Buch und verbastelt sie zu einer irgendwie kontinuierlichen Handlung. Klamottig aber ist der reale Hintergrund, wie die US Army versuchte, mittels Psychoexperimenten den Supersoldaten auszubilden – den Jedi-Krieger, ganz ohne HiTech, im Gegenteil: Die materiellen Waffen sind nicht-tödliche multifunktionale Flaschenöffner (sehen zumindest so aus). Laurel & Hardy hätten durchaus reingepaßt in diesen Film: absolut ernsthaft zwischen Ziegenherden und Hippiemiezen im Gemeinschaftsbadezuber, Blumen am Revers und Verkehrshindernissen in der Wüste.
Der völlig überzeugte Ton ist der Kunstgriff dieses Films, denn er ist einfach nur – realistisch: So muß es wohl gewesen sein, mehr oder weniger, damals, als das Pentagon sogar das Gegenteil von Kriegmachen in das Kriegmachen einbezie-hen wollte mit der New Earth Army.
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