Programm

Holy Motors

  • F/D
  • 2012
  • 115 min
  • FSK: 16

Ist das Kunst oder kann das weg? Bei Leos Carax, dem in die Jahre gekommenen enfant terrible, gehen die Meinungen gerne auseinander ... Nun präsentiert er einen surrealen Trip über Identität und Wahrheit. In Cannes wurde die Tour de Force der Bilderfluten euphorisch gefeiert - im Kino gewesen, geträumt!

Worum es geht? Gar nicht so einfach! Der Held namens Oscar fährt in einer dicken, weißen Stretchlimousine zu verschiedenen Einsätzen, chauffiert von einer geheimnisvollen Madame Céline, die ihm seine Aufträge vorlegt. Sein Job: Oscar schlüpft in unterschiedliche Rollen. Mal gibt er eine bucklige Bettlerin auf der Pont-Neuf. Dann ist er Tänzer mit Lichtpunkt-Installationen à la „Tron“. Als besorgter Vater schimpft er seine Tochter aus. Auf dem Friedhof schließlich trifft er als Kobold auf einen durchgeknallten Fotografen und dessen schönes Modell, das er entführt. Beim nächsten Job nimmt Oscar die Identität eines Opfers an, das er gerade ermordet hat und tötet sich somit gleich selbst (!).

Seine merkwürdigen Aufträge erhält Monsieur vom mysteriösen Michel Piccoli, vielleicht ist das sein Chef. Oder gar Gott? „Die Fragen stelle ich!“ gibt er sich wortkarg selbstbewußt und ist so schnell verschwunden wie er kam.

Solch ein größenwahnsinniges Fest der Fantasie ist hingegen ziemliche Mangelware. Genie oder Wahnsinn? Vermutlich beides, reine Geschmackssache. Carax, diesen freien Radikalen der Filmkunst, kann man lieben oder hassen - seine jüngste visuelle Achterbahn sollte man indes keinesfalls verpassen! Mutige Filme sind Raritäten, übermütige Filme sind es noch viel mehr.

Kinos/Spielzeiten 18. -24. Mai

Zur Reservierung von Tickets klicken Sie bitte auf die Uhrzeit der gewünschten Vorstellung. Der Kinosaal wird Ihnen beim Zeigen auf die Uhrzeit angezeigt.

nächste Woche»
Holy Motors
  • Regie

    • Leos Carax
  • Drehbuch

    • Leos Carax
  • Darsteller

    • Denis Lavant
      Edith Scob
      Kylie Minogue
      Michel Piccoli
      EvaMendes
  • Kamera

    • Yves Cape
  • Musik

    • Neil Hannon
  •  

Top