Geschichte des Kinos »Neues Off«
Berliner Original mit Stil
In der
Neuköllner Herrmannstraße kommt das Wort Filmtheater zu seiner wahren
Bedeutung. Hinter einer eher unscheinbaren Mietshausfassade öffnet sich dem
Besucher ein Kino in rar gewordener Pracht.
Nach einer
aufwendigen und umfassenden Renovierung im Jahr
1998 wurde das OFF zum NEUEN OFF
und zugleich zu einem der schönsten
Kinos der Stadt. Ursprünglich als Revuetheater eröffnet, wurde der Saal
liebevoll im 50er Jahre-Stil restauriert. Die wiederhergestellten Deckenfriese,
die stoffbespannten Wände, der originale rote Sarotti-Tresen aus den 50er
Jahren im Foyer sind alleine schon einen Besuch wert. Aber auch bei der
Bestuhlung mit 187 Vollpolstersitzen (mit garantierter Sichtfreiheit) und der
technischen Ausstattung wurde Wert auf beste Qualität gelegt. Hier ist Cinemascope
wirklich ein Erlebnis.
Die
Programmierung ist qualitätsorientiert und zeigt Arthousekino aus aller Welt, oft
auch in Originalsprache. Damit setzt das NEUE OFF eine Tradition fort, die das
"alte" OFF mit seiner Pflege europäischer und deutscher Filmkunst begonnen
hatte und damit Berliner Kinogeschichte schrieb.
Seit 2007
ist das NEUE OFF auch Veranstaltungsort der Türkischen Filmwoche und gibt damit
türkischen und nicht-türkischen Berlinern Gelegenheit, eine Facette der
türkischen Kultur kennenzulernen, die in der Öffentlichkeit oft
unterrepräsentiert ist.
Mit seiner
unmittelbaren Nähe zum Hermannplatz ist das edle Kino bestens erreichbar. Vor
oder nach dem Kinobesuch kann man es sich noch im heimeligen Foyer gemütlich
machen oder man nutzt die zahlreichen Möglichkeiten zur Abendgestaltung, die Neukölln
und Kreuzberg bieten.
Chronologie:
1919 als
Varieté eröffnet
1926 als
RIXDORFER LICHTSPIELE in Kino umgenutzt
1975 als EROS CINE CENTER genutzt
1979 von
der Yorck-Kinogruppe übernommen und in OFF umbenannt
1998
umfassende Restaurierung und Renovierung, Umbenennung in NEUES OFF
