Geschichte des Kinos »Passage«
Mitten im Herzen des kunstagilen Neuköllns liegt das Passage Kino. In einem denkmalgeschützten Gesellschaftshaus aus den Anfangsjahren des letzten Jahrhunderts findet man in bester Nachbarschaft zur Neuköllner Oper und des Vinetatheaters die Atmosphäre schon vergangen geglaubter Filmpalast-Zeiten.
Kulturzentrum Neukölln
Das
einstige „Schmuddelkind" Neukölln entwickelt sich schon seit einiger Zeit zu
einem der kreativsten und lebhafttesten Kulturbezirke Berlins. Die ansässige
Kunstszene zieht immer mehr Interessierte in das Viertel. Verbunden mit seiner
Internationalität ist der Kiez ein Schmelztiegel für Kreativität und Kultur inmitten
historischer Gebäude und modernen Einkaufszentren.
Das
architektonisch außergewöhnliche Kino liegt zentral an der gut besuchten
Einkaufsmeile Karl-Marx-Straße. Schon beim Betreten des Vorhofes lässt man das
geschäftige Treiben hinter sich und kann sich dem Charme des
geschichtsträchtigen Gebäudes hingeben.
In vier
Kinosälen wird dem Besucher eine breite Auswahl an Filmen angeboten. Das
Programm ist familienorientiert, was sich auch in den attraktiven
Eintrittspreisen widerspiegelt. Bequemste Kinosessel und optimale
Sichtverhältnisse bietet hier jeder Platz.
Das Juwel
der Passage ist der große Kinosaal 1. Zwei Stockwerke überragend, fasziniert er
durch sein einnehmendes, Theatersaal-anmutendes Ambiente. Der rote Samt der
Stühle und des Vorhanges steht im angenehmen Kontrast zu den weißen Wänden. Ein
riesiger Kronleuchter taucht den Raum in wohliges Licht.
Ungewöhnlich
für einen Kinosaal sind die gläsernen Flügeltüren, die es ermöglichen, den Raum
auch für Veranstaltungen mit Tageslicht zu nutzen. Eine spezielle rückfahrbare
Leinwandkonstruktion erlaubt es, auch den Bühnenraum zu einer Vollbühne
umzubauen.
Das
beeindruckende und großzügig gehaltene Foyer des Kinos ist ein angenehmer Ort
zum Treffen, Warten und Reden.
In der
Passage wird Kitas und Schulen vormittags ein breites Programm angeboten. Einmal
im Monat ist das Spatzenkino für die allerkleinsten Kinogänger zu Gast und auch
einmal monatlich stellt das Tschechische Kulturzentrum hier einen tschechischen
Film vor.
Besonders
beliebt beim Stammpublikum ist die Sneak Preview. Jeden Dienstagabend um 23 Uhr
treffen sich hier Filmliebhaber, um sich von einem demnächst startenden Film
überraschen zu lassen.
Chronologie:
1909
Eröffnung des Gesellschaftshauses mit dem EXCELSIOR-Kino
1919 Umbenennung in SCHAUBURG
1920 Umbenennung in PASSAGE
1968 Nutzung als Möbellager
1989 Reaktivierung des
Kinos durch die Yorck-Kinogruppe, Anbau von weiteren Sälen
