Lampenfieber

D 2019

In der Hauptrolle: der Berliner Friedrichstadt-Palast, die größte Theaterbühne der Welt. Hier probt das „Junge Ensemble“ für die jährliche Premiere, und wir dürfen hautnah dabei sein! Alice Agneskirchner begleitet die Revueproduktion vom ersten Casting bis zur Premiere. Sie präsentiert die Macherinnen und Macher, allen voran die Direktorin des Jungen Ensembles, Frau Tarelkin, und sie stellt einige Kinder näher vor – ihre Familien, ihre Interessen, ihre Beweggründe, warum sie zur Bühne wollen. Die Schicksale der Kinder scheinen sich dabei wie von Zauberhand in die Handlung einzufügen, die im großen Premierenfinale ihren Abschluss findet. „Zuhause ist, wo man zusammen singt.“ Und man möchte mitsingen.

Länge
92 min

Die neue Show Spiel mit der Zeit soll im ­November herauskommen. Mehr als sechs Monate vorher beginnt bereits die Arbeit daran. 280 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren sind am Friedrichstadt-Palast in der Ausbildung. Sie lernen tanzen, singen, spielen und sprechen. Jedes Jahr können 30 neue Ensemblemitglieder aufgenommen werden. Sie gehören vielleicht mit zu den Glücklichen, die schließlich auf der Bühne stehen dürfen. Alice Agneskirchner begleitet die Revueproduktion vom ersten Casting bis zur Premiere. Sie präsentiert die Macherinnen und Macher, allen voran die Direktorin des Jungen Ensembles, Frau Tarelkin, und sie stellt einige Kinder näher vor – ihre Familien, ihre Interessen, ihre Beweggründe, warum sie zur Bühne wollen. Da ist ein kleines Mädchen, die zehnjährige Luna, deren Oma früher in der berühmten Girlsreihe des Friedrichstadt-Palastes tanzte und die dem Haus bis heute als Mitarbeiterin verbunden ist. Gemeinsam mit Luna erkundet sie die Welt hinter der Bühne. Die beiden atmen vergnügt und fasziniert die Theaterluft, ohne die sie vermutlich nicht existieren können. Doch nicht alles ist lustig und schön. Der 13-jährige Oskar lebt für die Bühne und für sein Hobby, die Make-up-Kunst, er hat einen eigenen YouTube-Kanal und muss sich im Alltag oft gegen Anfeindungen wehren, weil er sich als Junge schminkt. Das wahre Leben ist nicht immer nett zu den jungen Künstlern, und das Training ist hart. Manche können nicht mithalten. Alice Agneskirchner spart weder kleine noch große Katastrophen, weder Tod noch Krankheit aus, sie zeigt das Leben der kleinen Künstler in allen Facetten, und schließlich formt sich aus den Einzelteilen einer filmischen Erzählung ein Gesamtbild: Langsam wird aus dem Inhalt des Revuestücks, dem Weg der Proben und den Biografien der Mitspieler eine Handlung, die in der umjubelten Premiere ihren Abschluss findet und wo am Ende alles zu allem passt. Die Schicksale der Kinder scheinen sich wie von Zauberhand in die Handlung einzufügen, die im großen Premierenfinale ihren Abschluss findet. »Zuhause ist, wo man zusammen singt.« Und man möchte mitsingen.
sic!