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80 Jahre DEFA: Das Kaninchen bin ich

Kurt Maetzigs gesellschaftskritische Drama blieb bis 1990 verboten

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Sonntag,  20.12.2026
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Kino International

Die DEFA wird in diesem Jahr 80. Seit 1946 war das staatliche DDR-Filmstudio ein Ort, an dem Propaganda entstand, Kontrolle und Zensur alltäglich waren – und gleichzeitig Heimat großer Künstler, die sich immer wieder Freiräume erkämpften. Wir feiern das Erbe dieser Regisseure dort, wo es hingehört: im frisch sanierten Kino International an der Karl-Marx-Allee, dem einstigen DEFA-Premierenkino – jetzt mit Christie-Laserprojektion, 4K und Dolby 7.1.

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An acht Sonntagen zeigen wir herausragende Werke, die bis heute nichts von ihrer Kraft verloren haben – im deutschen Original mit englischen Untertiteln.

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Die neunzehnjährige Maria verliebt sich in den Richter, der ihren Bruder einst wegen „staatsgefährdender Hetze“ verurteilt hatte. Kurt Maetzigs Film DAS KANINCHEN BIN ICH wurde 1965 fertig und verschwand sofort im Keller – verboten, bis die DDR aufhörte zu existieren. Einer der schärfsten Blicke, die das DEFA-Kino je auf sich selbst geworfen hat.

Inhalt

Maria Morzeck ist 19 Jahre alt und arbeitet als Kellnerin. Eigentlich wollte sie Slawistik studieren und Dolmetscherin werden. Doch weil ihr Bruder Dieter wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, ließ der Staat sie nicht zum Studium zu. Maria verliebt sich in den wesentlich älteren Paul Deister und erfährt, dass er der Richter war, der Dieter damals zu der hohen Strafe verurteilt hat.

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