Während des Ungarischen Volksaufstands hält eine ostdeutsche Abiturklasse im Unterricht eine Schweigeminute ab – aus Solidarität mit den Opfern der gewaltsamen Niederschlagung. Für die Schülerinnen und Schüler ist es ein stilles Zeichen des Mitgefühls. Die SED-Führung jedoch wertet die Aktion als „konterrevolutionäre Aktion“. Der Protest bleibt für die Jugendlichen nicht ohne Folgen: Aus einer Schweigeminute wird ein Konflikt mit den staatlichen Autoritäten – und für die Betroffenen eine Erfahrung, die ihr weiteres Leben prägt.
Im Anschluss an die Vorführung von DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (2018) folgt ein Filmgespräch mit Karsten Köhler (damaliger Klassensprecher und Zeitzeuge) und Dr. Jens Schöne (stellvertretender Berliner Aufarbeitungsbeauftragter und Historiker).
© Yorck-Kino GmbH