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Filmreihe
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„Nothing is Original“ – Filmreihe zum Werk von Julian Rosefeldt

Begleitende Filmreihe zur Ausstellung bei C/O Berlin

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31.07.2025 - 21.08.2025
movie
delphi LUX

Rosefeldts Projektionen, Videocollagen und Fotoserien sind geheimnisvoll und vielschichtig; sie verhandeln surreale wie dystopische Themenwelten. Seine Freude am Zitat und an der Neuinterpretation von Motiven aus Populärkultur, Film- und Fernsehgeschichte durchzieht das gesamte Werk. Die ausgewählten vier Filme aus unterschiedlichen Epochen spiegeln zentrale Einflüsse auf seine Arbeiten wider.

2001: A Space Odyssey OmU (1968, Regie: Stanley Kubrick) Kubricks Science-Fiction-Meisterwerk ist bis heute stilbildend – seine ikonische Bildsprache hat auch 57 Jahre nach seiner Entstehung nichts von ihrer Wirkung eingebüßt. „Vor Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey habe ich mich in meinen Arbeiten immer wieder verneigt“, sagt Julian Rosefeldt.

**Night on Earth (1991, Regie: Jim Jarmusch) ** Zwischen Melancholie und Komik entfaltet Jarmuschs weltumspannender Episodenfilm eine Atmosphäre, die noch lange nachwirkt – getragen von Tom Waits’ Musik und einem unvergesslichen Cast. Rosefeldt entlieh sich nicht nur den Ausstellungstitel bei Jarmusch, sondern huldigt ihn auch in einem Teil der 13-Kanal Filminstallation MANIFESTO mit Cate Blanchett und lieferte mit dem Film EUPHORIA eine Hommage an NIGHT ON EARTH.

La Notte (1961, Regie: Michelangelo Antonioni) Marcello Mastroianni und Jeanne Moreau verkörpern die Hauptrollen dieses Meisterwerks des italienischen Neorealismus. Visuell eindringlich und stilistisch radikal erzählt Antonioni von der Entfremdung eines Paares und vom Verstummen der Kommunikation. Der Film nahm großen Einfluss auf den Autorenfilm folgender Generationen – auch Julian Rosefeldt bezieht sich insbesondere mit seiner Filminstallation MANIFESTO mit Cate Blanchett auf diesen Klassiker.

L’Âge d’Or (1930, Regie: Luis Buñuel, restaurierte Fassung der Cinémathèque Francaise) Ein Liebespaar wird durch gesellschaftliche Zwänge davon abgehalten, seinen Leidenschaften nachzugehen. Salvador Dalí schrieb am Drehbuch zu Buñuels surrealistischem, damals skandalösen Film mit. Mit Lust am Absurden entwirft Buñuel ein grotesk-satirisches Porträt bürgerlicher Zwänge und religiöser Moralvorstellungen. Rosefeldts Werke sind durchzogen von Zitaten aus Buñuels surrealer Bildwelt – der Film DEEP GOLD ließe sich gar als Insert zwischen der letzten Szene und dem Epilog von L’ÂGE D'OR einfügen.

Kooperation mit C/O Berlin im Rahmen der Austellung Julian Rosefeldt - Nothing is Original.