Am 6. Januar verstarb der visionäre Regisseur Béla Tarr in Budapest. Seine Auseinandersetzung mit den Abgründen menschlicher Existenz im Zeichen des zivilisatorischen Verfalls war zunächst auf den Ostblock, speziell auf seine ungarische Heimat gemünzt, bis sich diese dystopische Vision heute als generelle Metapher auf die Schuldhaftigkeit des Menschen in unserer Gegenwart lesen lässt. Zutiefst verstörende, aber auch visuell enigmatische Bilder in langen, hypnotischen Einstellungen fangen einen unbeheimateten, in die Moderne gestürzten Menschen ein.
Ein Projekt von Joachim von Vietinghoff in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek und dem Arsenal Filminstitut e.V.
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