Wolfgang Schnur, Rechtsanwalt für politisch Verfolgte in der DDR und gleichzeitig Stasi-Mitarbeiter, verriet alle seine Mandant:innen an das Ministerium für Staatssicherheit. Selbst vor dem Verrat seiner besten Freunde und seiner Lebensgefährtin schreckte er nicht zurück. In der DDR wurde er sowohl von der Regierung als auch von der Opposition sehr geschätzt, wurde Vorsitzender des Demokratischen Aufbruchs 1989 und wäre beinahe der erste frei gewählte Ministerpräsident der DDR geworden. Doch eine Woche vor den Wahlen wurde seine Doppeltätigkeit öffentlich.
Die Theater Film-und Fernsehschauspieler Max Urlacher und Uli Pleßmann spielen und lesen das letzte und einzige Interview von Wolfgang Schnur, das dieser dem Journalisten Alexander Kobylinski vor seinem Tod gegeben hat. Der Originaltext wurde dabei nicht redigiert, sondern nur komprimiert - die dokumentarische Lesung einer Lebensbeichte über Moral und Verrat
Im Anschluss folgt ein Publikumsgespräch mit dem Autor und Regisseur Prof. Jürgen Haase.
Eine Veranstaltung des Wilhelm-Fraenger-Institutes, Prof. Jürgen Haase, in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
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